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Die Weisheit bewahrt vor bösen Wegen

Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst
und meine Gebote bei dir bewahrst,

sodass du der Weisheit dein Ohr
leihst
und dein Herz der Einsicht zuwendest;

wenn du um Verständnis betest
und um Einsicht flehst,

wenn du sie suchst wie Silber
und nach ihr forschst wie nach
Schätzen,

dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen
und die Erkenntnis Gottes erlangen.

Denn der Herr gibt Weisheit,
aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.

Er hält für die Aufrichtigen Gelingen bereit[a]
und beschirmt, die in Lauterkeit wandeln;

er bewahrt die Pfade des Rechts,
und er behütet den Weg seiner Getreuen[b].

Dann wirst du Gerechtigkeit und Recht verstehen,
Aufrichtigkeit und jeden guten Weg.

10 Wenn die Weisheit in dein Herz kommen wird
und die Erkenntnis deiner Seele gefällt,

11 dann wird Besonnenheit dich beschirmen,
Einsicht wird dich behüten,

12 um dich zu erretten von dem Weg des Bösen,
von dem Menschen, der Verkehrtes spricht;

13 von denen, welche die geraden Pfade verlassen,
um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln;

14 die sich freuen, Böses zu tun,
und frohlocken über boshafte Verkehrtheit;

15 deren Pfade krumm sind,
und die auf Abwege geraten;

16 — damit du auch errettet wirst von der Verführerin[c],
von der fremden Frau[d], die glatte Worte gibt;

17 die den Vertrauten ihrer Jugend verlässt
und den Bund[e] ihres Gottes vergisst;

18 denn ihr Haus führt hinab zum Tod
und ihre Bahn zu den Erschlafften[f];

19 alle, die zu ihr eingehen,[g] kehren nicht wieder zurück,
sie erreichen die Pfade des Lebens nicht mehr.

20 Darum wandle du auf dem Weg der Guten
und bewahre die Pfade der Gerechten!

21 Denn die Redlichen werden das Land bewohnen
und die Unsträflichen darin übrig bleiben;

22 aber die Gottlosen[h] werden aus dem Land ausgerottet
und die Treulosen daraus vertrieben werden.

Footnotes

  1. (2,7) Andere Übersetzung: Er sichert den Aufrichtigen Verständigkeit; d.h. das, was nützlich ist und aus Notsituationen heraushilft.
  2. (2,8) d.h. derer, die ihn lieben und ihm ergeben sind (hebr. chasidim).
  3. (2,16) w. der Fremden. Dieses Wort bezeichnet zunächst die Frau eines anderen, aber auch andersartige, falsche Frauen (auch aus dem Volk Israel); es hat an verschiedenen Stellen mit Götzendienst, Verkehrtheit und Abweichung vom Guten zu tun (fremdes Feuer, fremde Götter).
  4. (2,16) Dieses Wort meint ausländische, heidnische Frauen (die fremden Göttern dienten und deren Religion und Moral die Hurerei förderte).
  5. (2,17) d.h. den Ehebund, der vor Gott geschlossen wurde (vgl. Mal 2,14; Hes 16,8).
  6. (2,18) eine im Hebr. typische Bezeichnung der Toten.
  7. (2,19) d.h. die mit ihr geschlechtlichen Umgang haben.
  8. (2,22) Dieses Wort bezeichnet Menschen, die Böses tun in bewusster Missachtung Gottes und seiner Gebote (von anderen mit Gesetzlose od. Frevler übersetzt).

Der Wert der Weisheit

Mein Sohn, höre auf mich und befolge meine Ratschläge! Nimm dir die Lebensweisheiten zu Herzen, die ich dir weitergebe, achte genau auf sie und werde klug! Ringe um Verstand und Urteilskraft, suche danach voller Eifer wie nach einem wertvollen Schatz! Dann wirst du den Herrn immer besser kennen lernen und Ehrfurcht vor ihm haben. Er allein gibt Weisheit, und nur von ihm kommen Wissen und Urteilskraft. Aufrichtigen Menschen schenkt er Gelingen; er hilft allen, die so leben, wie es ihm gefällt. Wer andere gerecht behandelt und Gott die Treue hält, steht unter seinem Schutz.

Mein Sohn, wenn du auf mich hörst, wirst du erkennen, was richtig, gerecht und gut ist. So findest du stets den richtigen Weg. 10 Du erlangst Weisheit und hast deine Freude daran, wohlüberlegt zu handeln. 11 Deine Umsicht und Besonnenheit werden dich schützen 12 und dich davor bewahren, Böses zu tun. Dann bist du gewappnet gegen Menschen, die mit ihren Worten andere täuschen 13 und selbst krumme Wege gehen. Solche Leute haben sich vom Guten abgewandt; 14 sie führen ständig Böses im Schilde und haben auch noch Spaß daran, das Recht zu verdrehen! 15 Alles, was sie sagen und tun, ist verlogen und verkommen.

16 Besonnenheit schützt dich auch vor der Frau eines anderen Mannes, vor der Verführerin, die dich mit ihren schmeichelnden Worten umgarnt. 17 Dem Mann, den sie in ihrer Jugend geheiratet hat, ist sie untreu – und damit bricht sie den Bund, den sie vor Gott geschlossen hat. 18 Ihr Haus steht direkt am Abgrund des Todes: Wer sich ihm nähert, begibt sich in tödliche Gefahr. 19 Niemand, der sich mit ihr einlässt, kommt mit dem Leben davon.

20 Suche stattdessen nach guten Vorbildern, die dir zeigen, wie man ein rechtschaffenes Leben führt. 21 Wer aufrichtig ist und Gott gehorcht, darf lange auf dieser Welt[a] wohnen; 22 wer aber Böses tut und Gott die Treue bricht, wird mit einem Mal herausgerissen.

Footnotes

  1. 2,21 Oder: in diesem Land.

Mein Kind, so du willst meine Rede annehmen und meine Gebote bei dir behalten,

daß dein Ohr auf Weisheit achthat und du dein Herz mit Fleiß dazu neigest;

ja, so du mit Fleiß darnach rufest und darum betest;

so du sie suchest wie Silber und nach ihr froschest wie nach Schätzen:

alsdann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und Gottes Erkenntnis finden.

Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand.

Er läßt's den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen

und behütet die, so recht tun, und bewahrt den Weg seiner Heiligen.

Alsdann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und allen guten Weg.

10 Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, daß du gerne lernst;

11 guter Rat wird dich bewahren, und Verstand wird dich behüten,

12 daß du nicht geratest auf den Weg der Bösen noch unter die verkehrten Schwätzer,

13 die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege,

14 die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich in ihrem bösen, verkehrten Wesen,

15 welche ihren Weg verkehren und folgen ihrem Abwege;

16 daß du nicht geratest an eines andern Weib, an eine Fremde, die glatte Worte gibt

17 und verläßt den Freund ihrer Jugend und vergißt den Bund ihres Gottes

18 (denn ihr Haus neigt sich zum Tod und ihre Gänge zu den Verlorenen;

19 alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und ergreifen den Weg des Lebens nicht);

20 auf daß du wandelst auf gutem Wege und bleibst auf der rechten Bahn.

21 Denn die Gerechten werden im Lande wohnen, und die Frommen werden darin bleiben;

22 aber die Gottlosen werden aus dem Lande ausgerottet, und die Verächter werden daraus vertilgt.