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Prediger 12Schlachter 1951 (SCH1951)

Die richtige Zeit, des Schöpfers zu gedenken

12 Und gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen
und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: „Sie gefallen mir nicht“;
ehe die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne sich verfinstern
und die Wolken wiederkehren nach dem Regen;
zur Zeit, wo die Hüter des Hauses zittern
und die Starken sich krümmen
und die Müllerinnen feiern, weil ihrer zu wenige geworden sind,
und finster dreinsehen, die durch die Fenster schauen;
wenn die Türen nach der Straße geschlossen werden
und das Klappern der Mühle leiser wird,
wenn man erwacht vom Vogelsang und gedämpft werden die Töchter des Gesangs;
wenn man sich auch vor jeder Anhöhe fürchtet
und Schrecknisse auf dem Wege sieht;
wenn der Mandelbaum blüht und die Heuschrecke sich mühsam fortschleppt und die Kaper versagt
denn der Mensch geht in sein ewiges Haus,
und die Trauernden gehen auf der Gasse umher -;
ehe denn der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerspringt
und der Krug am Born zerbricht und das Rad zerbrochen in den Brunnen stürzt
und der Staub wieder zur Erde wird, wie er gewesen ist,
und der Geist zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat[a].
O Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger;
alles ist eitel!

Schlußworte - Gottesfurcht und Gehorsam

Und außerdem, daß der Prediger weise war, lehrte er das Volk Erkenntnis und erwog und erforschte und stellte viele Sprichwörter auf. 10 Der Prediger suchte gefällige Worte zu finden und die Worte der Wahrheit richtig aufzuzeichnen.

11 Die Worte der Weisen sind wie Treibstacheln und wie eingeschlagene Nägel die gesammelten Sprüche, von einem einzigen Hirten gegeben. 12 Und außerdem laß dich warnen, mein Sohn!

Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren ermüdet den Leib.

13 Laßt uns die Summe aller Lehre hören:
Fürchte Gott und halte seine Gebote;
denn das soll jeder Mensch!
14 Denn Gott wird jedes Werk ins Gericht bringen,
samt allem Verborgenen,
es sei gut oder böse.

Footnotes:

  1. Prediger 12:7 Die Verse 2–7 beschreiben die körperlichen Alterserscheinungen in bildlicher Form, so sind die ‘Hüter des Hauses’, Arme und Hände; die ‘Starken’, die Beine; die ‘Müllerinnen’, die Zähne; die ‘durch die Fennter schauen’, die Augen; die ‘Türen’, die Ohren. Vers 6 beschreibt das Leben; Vers 7 den Tod.
Schlachter 1951 (SCH1951)

Copyright © 1951 by Geneva Bible Society

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