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Jesaja 59Schlachter 1951 (SCH1951)

Das Hindernis: Die Sünden des Volkes

59 Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten
und sein Ohr nicht zu hart zum Hören;
sondern eure Schulden sind zu Scheidewänden geworden
zwischen euch und eurem Gott,
und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch,
daß er euch nicht erhört!
Denn eure Hände sind mit Blut befleckt
und eure Finger mit Unrecht;
eure Lippen reden Lügen,
und eure Zunge dichtet Verdrehungen.
Keiner erhebt Klage mit Recht,
und keiner führt eine Rechtssache gemäß der Wahrheit;
man vertraut auf Eitles und redet unnütze Worte;
man geht mit Unheil schwanger und gebiert Frevel.
Sie brüten Schlangeneier aus
und weben Spinngewebe.
Wer von ihren Eiern ißt, muß sterben,
zertritt sie aber jemand, so fährt eine Otter heraus.
Ihr Gewebe gibt keine Kleider,
und mit ihrem Gewirke kann man sich nicht bedecken;
denn ihre Werke sind Übeltaten,
und Gewalttat ist in ihren Händen.
Ihre Füße laufen zum Bösen
und eilen, unschuldiges Blut zu vergießen;
sie hegen schlimme Absichten;
Verwüstung und Zerstörung bezeichnen ihre Bahn.
Den Weg des Friedens kennen sie nicht;
es ist kein Recht in ihren Geleisen;
sie machen sich krumme Pfade;
keiner, der darauf geht, kennt den Frieden.

Darum bleibt das Recht fern von uns,
und die Gerechtigkeit erreicht uns nicht.
Wir warten auf das Licht, und siehe da, Finsternis,
auf den hellen Tag, und wir wandeln in der Dunkelheit!
10 Wir tappen an der Wand wie die Blinden;
wir tappen, wie wenn wir keine Augen hätten;
wir straucheln am hellen Mittag wie in der Dämmerung;
unter Gesunden sind wir wie die Toten.
11 Wir brummen alle wie die Bären
und seufzen ohne Unterlaß wie die Tauben;
wir warten auf das Recht, aber es ist nirgends,
und auf das Heil, aber es bleibt fern von uns.
12 Denn unsere Übertretungen sind zahlreich vor dir,
und unsere Sünden zeugen wider uns;
denn unsere Übertretungen sind vor uns,
und wir kennen unsere Verschuldungen;
13 nämlich, daß wir treulos und heuchlerisch waren wider den Herrn
und von unserm Gott abgewichen sind,
daß wir gewalttätig und widerspenstig geredet haben,
Lügenworte ersonnen und ausgesprochen haben in unsern Herzen.
14 Also wurde das Recht verdrängt,
und die Gerechtigkeit zog sich zurück;
denn die Wahrheit strauchelte auf dem Markt,
und die Redlichkeit fand keinen Eingang.
15 Und die Treue wurde vermißt,
und wer vom Bösen wich, mußte sich ausplündern lassen.

Vergeltung den Widersachern, Erlösung für die Bekehrten

Als der Herr solches sa, mißfiel es ihm,
daß kein Recht da war;
16 er sah auch, daß kein Mann vorhanden war,
und verwunderte sich, daß niemand sich ins Mittel legte.
Da half ihm sein eigener Arm,
und seine eigene Gerechtigkeit, die stützte ihn.
17 Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer
und setzte den Helm des Heils auf sein Haupt.
Er zog die Kleider der Rache an
und hüllte sich in Eifer, wie in einen Mantel.
18 Den Taten entsprechend, so wird er bezahlen:
Zorn seinen Widersachern,
Vergeltung seinen Feinden,
ja, den Inseln wird er den verdienten Lohn bezahlen!
19 Dann wird man im Westen den Namen des Herrn fürchten
und im Osten seine Herrlichkeit;
denn er wird kommen wie ein eingedämmter Wasserstrom,
welchen der Wind des Herrn treibt.
20 Und es wird für Zion ein Erlöser kommen
und für die in Jakob, die sich von der Übertretung bekehren,
spricht der Herr.
21 Und meinerseits ist dies mein Bund mit ihnen, spricht der Herr:
Mein Geist, der auf dir ruht,
und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe,
sollen von deinem Munde nicht mehr weichen,
noch von dem Munde deiner Kinder und Kindeskinder,
von nun an bis in Ewigkeit, spricht der Herr!

Schlachter 1951 (SCH1951)

Copyright © 1951 by Geneva Bible Society

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