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Jesaja 14Schlachter 1951 (SCH1951)

Ruhe und Jubel in Israel nach der Niederlage Babylons

14 Denn der Herr wird sich Jakobs erbarmen und Israel wieder erwählen
und sie in ihrem Land zur Ruhe bringen;
und die Fremdlinge werden sich ihnen anschließen
und sich dem Hause Jakobs beigesellen.
Und es werden sich Völker ihrer annehmen und sie an ihren Ort bringen;
dieselben wird sich das Haus Israel im Lande des Herrn zum Erbteil nehmen,
so daß sie ihm als Knechte und Mägde dienen;
also werden sie die gefangen nehmen,
deren Gefangene sie gewesen sind,
und diejenigen beherrschen, welche sie einst drängten.

Wenn dir nun der Herr Ruhe verschafft hat von deiner Qual und Unruhe und von dem harten Dienst, der dir auferlegt war, dann wirst du dieses Spottlied auf den König von Babel anstimmen:

„Wie hat nun der Treiber ein Ende genommen,
hat aufgehört die Erpressung! -
Der Herr hat den Stab der Gottlosen zerbrochen,
das Zepter des Tyrannen,
der die Völker in seinem Übermute schlug
mit unaufhörlichen Schlägen,
der im Grimm Nationen mit schonungsloser Verfolgung niedertrat.
Jetzt ruht und ist stille das ganze Land;
man bricht in Jubel aus.
Selbst die Zypressen und die Zedern Libanons freuen sich deinethalben und sagen:
Seitdem du darniederliegst, kommt niemand herauf, um uns abzuhauen!
Das Totenreich drunten gerät in Aufregung vor dir
in Erwartung deines Kommens;
es weckt die Schatten auf deinethalben;
alle Fürsten der Erde läßt er von ihren Thronen aufstehen, alle Könige der Heiden.
10 Sie alle heben an und sprechen zu dir:
Auch du bist schwach geworden wie wir,
bist uns gleich geworden!
11 Deine Pracht und das Rauschen deiner Harfen
ist auch ins Totenreich gefahren; Maden werden dein Lager
und Würmer deine Decke sein!
12 Wie bist du vom Himmel herabgefallen,
du Morgenstern,
wie bist du zu Boden geschmettert,
der du die Völker niederstrecktest!
13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen:
Ich will zum Himmel emporsteigen
und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen
und mich niederlassen
auf dem Götterberg im äußersten Norden;
14 ich will über die in Wolken gehüllten Höhen emporsteigen,
dem Allerhöchsten gleich sein!
15 Ja, zum Totenreich fährst du hinab,
in die tiefste Grube!
16 Die dich sehen, werden dich verwundert anschauen,
dich betrachten und sagen:
Ist das der Mann, der die Erde erzittern und die Königreiche erbeben machte;
17 welcher den Erdkreis verwüstete
und die Städte niederriß;
der seine Gefangenen nicht nach Hause entließ?
18 Alle Könige der Völker ruhen mit Ehren,
ein jeder in seinem Hause;
19 du aber bist hingeworfen fern von deinem Grabmal,
wie ein verachteter Sprößling,
bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwert Durchbohrten,
die man in eine Grube warf und mit Steinen bedeckte,
wie ein zertretenes Aas.
20 Du wirst nicht mit jenen vereinigt werden im Grab,
denn dein Land hast du verderbt, dein Volk erwürgt;
von dem Samen der Übeltäter wird man gar nicht mehr sprechen!
21 Richtet eine Schlachtbank her für seine Söhne,
um ihrer Väter Missetat willen,
daß sie nicht wieder aufkommen und das Land erobern
und den Erdkreis voller Städte machen!
22 Ich will wider sie aufstehen,
spricht der Herr der Heerscharen,
und von Babel ausrotten Namen und Nachkommen,
Schoß und Sproß, spricht der Herr.
23 Und ich will es zum Besitztum der Igel und zu Wassersümpfen machen
und will es wegfegen mit dem Besen des Verderbens,
spricht der Herr der Heerscharen.

Weissagung gegen Assyrien

24 Der Herr der Heerscharen hat also geschworen:
Fürwahr, es soll gehen, wie ich es mir vorgenommen,
und soll bestehen,
wie ich beschlossen habe:
25 Assur soll in meinem Lande zusammenbrechen,
und ich will ihn auf meinen Bergen zertreten;
also wird sein Joch von ihnen genommen
und seine Last von ihren Schultern fallen.
26 Das ist der Ratschluß, beschlossen über die ganze Welt,
und dies die Hand, über alle Völker ausgestreckt!
27 Denn der Herr der Heerscharen hat es beschlossen, wer will es vereiteln?
Seine Hand ist ausgestreckt; wer will sie abwenden?

Weissagung gegen die Philister

28 Im Todesjahre des Königs Ahas ist diese Drohung ergangen:

29 Freue dich nicht, du Philisterland,
daß die Rute zerbrochen ist, die dich schlug!
Denn aus der Wurzel der Schlange wird eine Natter wachsen,
und deren Frucht wird ein fliegender Drache sein.
30 Und die Erstgeborenen der Armen werden weiden
und die Geringen sicher wohnen;
aber deine Wurzel will ich durch Hunger töten,
und deinen Überrest wird man umbringen.
31 Heule Pforte! Schreie, Stadt!
Verzage, ganz Philisterland!
Denn von Mitternacht kommt ein Rauch,
eine lückenlose Schar!
32 Was wird man den Boten der Heiden antworten?
Daß der Herr Zion gegründet hat;
und daselbst werden die Elenden seines Volkes Zuflucht finden.

Schlachter 1951 (SCH1951)

Copyright © 1951 by Geneva Bible Society

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