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Hosea 12 Schlachter 1951 (SCH1951)

Israel verstrickt in Lügen und Selbstbetrug

12 Ephraim hat mich mit Lügen umgangen
und das Haus Israel mit Betrug;
Juda aber schweift noch umher neben Gott
und neben dem echten Heiligtum.
Ephraim nährt sich von Wind und läuft dem Ostwind nach;
es wird täglich verlogener und frecher;
ein Bündnis mit Assur wollen sie schließen, und Öl wird nach Ägypten geführt.
Auch mit Juda hat der Herr zu rechten, und er muß Jakob strafen nach seinen Wegen, er wird ihm vergelten nach seinen Taten.

Schon im Mutterschoß hielt er seines Bruders Ferse,
und in seiner Manneskraft kämpfte er mit Gott;
er kämpfte mit dem Engel und siegte,
er weinte und flehte zu ihm;
zu Bethel hat er ihn gefunden,
und daselbst redete er mit uns, -
nämlich der Herr, der Gott der Heerscharen,
dessen Name Herr ist.
So kehre denn zu deinem Gott zurück,
halte fest an Liebe und Recht
und hoffe stets auf deinen Gott!

Der Kanaaniter hat eine falsche Waage in der Hand,
er übervorteilt gern.
Auch Ephraim spricht: "Ich bin doch reich geworden,
ich habe mir ein Vermögen erworben;
an all meinem Erwerb wird man mir kein Unrecht nachweisen können, das Sünde wäre!"
10 Ich aber, der Herr, bin dein Gott vom Lande Ägypten her,
ich werde dich wieder in Zelten wohnen lassen wie zur Zeit des Festes.
11 Ich habe zu den Propheten geredet
und viele Gesichte gegeben
und durch die Propheten in Gleichnissen gelehrt.
12 Sind sie in Gilead nichtswürdig gewesen, so sollen sie zunichte werden; opferten sie in Gilgal Stiere,
so sollen auch ihre Altäre wie Steinhaufen
auf den Furchen des Ackers werden!
13 Als Jakob in die Landschaft Aram floh,
da diente Israel um ein Weib;
um ein Weib hütete er [die Herde];
14 so hat der Herr durch einen Propheten Israel aus Ägypten heraufgeführt
und es durch einen Propheten hüten lassen.
15 Ephraim hat ihn bitter gekränkt;
er wird seine Blutschuld auf ihn werfen,
und sein Herr wird ihm seine Beschimpfung vergelten.

Schlachter 1951 (SCH1951)

Copyright © 1951 by Geneva Bible Society

Hosea 12 Hoffnung für Alle (HOF)

Gott hilft seinem Volk, doch Israel bleibt untreu

12 Der Herr sagt: »Die Israeliten belügen und betrügen mich fortwährend; und die Bewohner von Juda sind mir, ihrem heiligen Gott, immer noch untreu, obwohl ich ihnen stets treu geblieben bin!«

Was die Leute von Ephraim tun, ist so sinnlos und dumm, wie den Wind einzufangen oder dem heißen Ostwind nachzujagen. Ihre Lügen und Verbrechen mehren sich Tag für Tag. Sie schließen ein Bündnis mit den Assyrern, und gleichzeitig schenken sie den Ägyptern kostbares Öl.

Auch die Bewohner von Juda wird der Herr zur Verantwortung ziehen! Denn die Nachkommen von Jakob gehen ihre eigenen Wege und tun, was sie wollen. Doch nun müssen sie die Folgen tragen! Schon ihr Stammvater Jakob hat im Mutterleib seinen Zwillingsbruder betrogen[a]. Als er ein Mann war, kämpfte er mit Gott; ja, er kämpfte mit dem Engel Gottes und besiegte ihn mit Weinen und Flehen. In Bethel begegnete ihm dann der Herr und sprach mit ihm[b]. Der allmächtige Gott, dessen Name »der Herr« ist, sagte zu ihm: »Eines Tages wirst du mit meiner Hilfe hierher zurückkehren. Halte mir die Treue, tu, was in meinen Augen richtig ist! Verlass dich voll und ganz auf mich, deinen Gott!«

Der Herr sagt: »Israel gleicht einem Händler, der mit falschen Gewichten die Leute betrügt und sich freut, wenn er andere übers Ohr hauen kann. Die Leute von Ephraim sagen: ›Wir sind reich geworden und haben ein Vermögen gemacht. Keiner kann uns nachweisen, dass wir dabei Unrecht getan und Schuld auf uns geladen hätten.‹

10 Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten befreit hat. Nun sorge ich dafür, dass ihr wieder in Zelten leben müsst – wie damals, als ich euch das erste Mal begegnete[c]. 11 Immer wieder habe ich durch die Propheten zu euch geredet. Ich gab ihnen viele Visionen und ließ sie Gleichnisse erzählen.«

12 Schon damals in Gilead haben die Israeliten großes Unheil angerichtet und dadurch ihre Vernichtung heraufbeschworen! In Gilgal haben sie Stiere geopfert, darum werden ihre Altäre zerstört, ja, sie werden wie die Steinhaufen am Ackerrand!

13 Israels Stammvater Jakob floh ins Gebiet der Aramäer, er arbeitete hart und hütete Schafe, um eine Frau zu bekommen. 14 Aber der Herr hütete Israel durch einen Propheten; er befreite sein Volk durch ihn aus der Sklaverei in Ägypten und brachte es in dieses Land. 15 Trotzdem haben die Leute von Ephraim den Herrn beleidigt und ihn zum Zorn gereizt. Nun müssen sie die Folgen tragen, denn der Herr wird ihnen all ihre Bosheiten und blutigen Verbrechen vergelten.

Footnotes:

  1. 12,4 Das hebräische Wort bedeutet auch »an der Ferse halten« und spielt auf die Ereignisse bei Jakobs Geburt an. Vgl. 1. Mose 25,26; 27,36.
  2. 12,5 So nach der griechischen und syrischen Übersetzung. Der hebräische Text lautet: mit uns.
  3. 12,10 Oder: wie dann, wenn ihr das Laubhüttenfest feiert. – Vgl. 3. Mose 23,42‒43. Vgl. »Laubhüttenfest« in den Sacherklärungen.
Hoffnung für Alle (HOF)

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