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Hiob 28Schlachter 1951 (SCH1951)

Hiob auf der Suche nach der Weisheit

28 Denn das Silber hat seinen Fundort
und das Gold seinen Ort, wo man es läutert.
Eisen wird aus der Erde gegraben
und Kupfer schmelzt man aus Gestein.
Man macht der Finsternis ein Ende[a]
und forscht alles vollkommen aus,
die Steine, die in Finsternis und Todesschatten liegen.
Einen Schacht bricht man auf, wo kein Wandersmann durchgeht;
auf unbetretenen Pfaden lassen sie sich hinab
und schweben ferne von den Menschen[b].
Aus der Erde wächst Brot hervor,
und unter ihr ist's wie vom Feuer durchwühlt.
In ihren Steinen wird Saphir gefunden
und Gold in ihren Schollen.
Ein Pfad [ist's], den kein Raubvogel kennt,
und den auch des Habichts Auge nicht erspäht,
den auch kein Raubtier betritt,
darauf der Löwe nicht schreitet.
Der Mensch legt seine Hand an den harten Felsen
und durchwühlt die Gründe der Berge.
10 Er treibt Stollen durch die Felsen,
und sein Auge ersieht alles, was köstlich ist.
11 Damit sie nicht tränen, verstopft er die Wasserrinnen;
das Verborgene bringt er ans Licht.
12 Aber wo wird die Weisheit gefunden,
und welches ist der Ort des Verstandes?
13 Der Mensch kennt den Weg zu ihr nicht,
im Lande der Lebendigen wird sie nicht gefunden.
14 Die Tiefe spricht:“Sie ist nicht in mir“,
und das Meer: „Sie ist nicht bei mir“
15 Sie wird mit keinem Geld bezahlt
und nicht mit Silber aufgewogen.
16 Um Gold von Ophir ist sie nicht zu haben,
auch nicht um köstlichen Schohamstein und Saphir.
17 Gold und Glas kommt ihr nicht gleich,
noch wird sie um goldenes Gerät eingetauscht.
18 Korallen und Kristall sind nichts gegen sie,
und der Besitz der Weisheit geht über Perlen.
19 Der Topas aus Äthiopien ist ihr nicht zu vergleichen,
mit reinem Golde wird sie nicht aufgewogen.
20 Woher kommt denn die Weisheit,
und welches ist der Ort des Verstandes?
21 Sie ist verborgen vor den Augen aller Lebendigen
und vor den Vögeln des Himmels versteckt.
22 Der Abgrund und der Tod sprechen:
Wir haben mit unsern Ohren von ihr gehört.
23 Gott weiß ihren Weg,
und er kennt ihren Ort.
24 Denn er schaut bis zu den Enden der Erde
und sieht alles, was unter dem Himmel ist.
25 Als er dem Winde sein Gewicht gab
und den Wassern ihr Maß,
26 als er dem Regen sein Ziel setzte
und dem Wetterstrahl seinen Weg:
27 da hat er sie gesehen und durchmustert,
sie bereitet und erforscht
28 und hat zum Menschen gesagt:
Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit,
und vom Bösen weichen, das ist Verstand!

Footnotes:

  1. Hiob 28:3 der Finsternis ein Ende; Hinweis auf die Bergmannslaterne (LS)
  2. Hiob 28:4 schweben ferne von den Menschen; Bergleute die an Seilen aufgehängt arbeiten (LS)
Schlachter 1951 (SCH1951)

Copyright © 1951 by Geneva Bible Society

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