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Römer 10 Schlachter 2000 (SCH2000)

10 Brüder, der Wunsch meines Herzens und mein Flehen zu Gott für Israel ist, dass sie gerettet werden.

Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach der rechten Erkenntnis.

Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.

Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.

Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, so: »Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben«.[a]

Aber die Gerechtigkeit aus Glauben redet so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? — nämlich um Christus herabzuholen —

oder: Wer wird in den Abgrund hinuntersteigen? — nämlich um Christus von den Toten zu holen.

Sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen!«[b] Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen.

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.

10 Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden;

11 denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!«[c]

Die Wichtigkeit der Verkündigung des Evangeliums

12 Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen,

13 denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.[d]

14 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?

15 Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!«[e]

16 Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht; denn Jesaja spricht: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?«[f]

17 Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung[g], die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

18 Aber ich frage: Haben sie es etwa nicht gehört? Doch, ja! »Ihr Schall ist ausgegangen über die ganze Erde, und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises.«[h]

19 Aber ich frage: Hat es Israel nicht erkannt? Schon Mose sagt: »Ich will euch zur Eifersucht reizen durch das, was kein Volk ist; durch ein unverständiges Volk will ich euch erzürnen«.[i]

20 Jesaja aber wagt sogar zu sagen: »Ich bin von denen gefunden worden, die mich nicht suchten; ich bin denen offenbar geworden, die nicht nach mir fragten«.[j]

21 In Bezug auf Israel aber spricht er: »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem ungehorsamen und widerspenstigen Volk!«[k]

Footnotes:

  1. (10,5) 3Mo 18,5.
  2. (10,8) 5Mo 30,11-14.
  3. (10,11) Jes 28,16.
  4. (10,13) Joel 3,5.
  5. (10,15) Jes 52,7. »Verkündigen« meint »als frohe Botschaft / Evangelium verkündigen«.
  6. (10,16) Jes 53,1.
  7. (10,17) w. aus dem Gehörten; so auch V. 16.
  8. (10,18) Ps 19,5.
  9. (10,19) 5Mo 32,21.
  10. (10,20) Jes 65,1.
  11. (10,21) Jes 65,2; »ungehorsam« kann auch übersetzt werden: »ein Volk, das sich weigert zu glauben«.
Schlachter 2000 (SCH2000)

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Markus 15 Schlachter 2000 (SCH2000)

Der Hohe Rat beschließt, Jesus auszuliefern. Jesus vor Pilatus

15 Und gleich in der Frühe fassten die obersten Priester mit den Ältesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Hohen Rat einen Beschluss und führten Jesus gebunden hin und lieferten ihn dem Pilatus aus.

Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Du sagst es!

Und die obersten Priester brachten viele Anklagen gegen ihn vor. Er aber antwortete ihnen nichts.

Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Sieh, wie viele Dinge sie gegen dich aussagen!

Jesus aber antwortete nichts mehr, sodass sich Pilatus verwunderte.

Die Verurteilung Jesu durch die Volksmenge

Aber anlässlich des Festes pflegte er ihnen einen Gefangenen freizugeben, welchen sie wollten.

Es lag aber ein gewisser Barabbas gefangen samt den Mitaufrührern, die im Aufruhr einen Mord begangen hatten.

Und die Menge erhob ein Geschrei und fing an, das zu verlangen, was er ihnen jedes Mal gewährt hatte.

Pilatus aber antwortete ihnen und sprach: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freigebe?

10 Denn er wusste, dass die obersten Priester ihn aus Neid ausgeliefert hatten.

11 Aber die obersten Priester wiegelten die Volksmenge auf, dass er ihnen lieber den Barabbas losgeben solle.

12 Und Pilatus antwortete und sprach wiederum zu ihnen: Was wollt ihr nun, dass ich mit dem tue, den ihr König der Juden nennt?

13 Sie aber schrien wiederum: Kreuzige ihn!

14 Und Pilatus sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Da schrien sie noch viel mehr: Kreuzige ihn!

15 Weil nun Pilatus die Menge befriedigen wollte, gab er ihnen den Barabbas frei und übergab Jesus, nachdem er ihn hatte auspeitschen lassen, damit er gekreuzigt werde.

Verspottung und Dornenkrone

16 Da führten ihn die Kriegsknechte hinein in den Hof, das ist das Prätorium[a]; und sie riefen die ganze Schar zusammen,

17 legten ihm einen Purpur[mantel] um, flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf.

18 Und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden!

19 Und sie schlugen sein Haupt mit einem Rohr, spuckten ihn an, beugten die Knie und fielen vor ihm nieder.

20 Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur[mantel] aus und legten ihm seine eigenen Kleider an. Und sie führten ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen.

Die Kreuzigung Jesu

21 Und sie zwangen einen Vorübergehenden, der vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater von Alexander und Rufus, ihm das Kreuz zu tragen.

22 Und sie brachten ihn auf den Platz Golgatha, das heißt übersetzt »Schädelstätte«.

23 Und sie gaben ihm Myrrhenwein zu trinken, aber er nahm ihn nicht.

24 Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darüber, was jeder bekommen sollte.

25 Es war aber die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.

26 Und die Inschrift, die seine Schuld anzeigte, war darüber geschrieben: »Der König der Juden«.

27 Und mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken.

28 Da wurde die Schrift erfüllt, die spricht: »Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden«.[b]

29 Und die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf und sprachen: Ha, der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust,

30 rette dich selbst und steige vom Kreuz herab!

31 Gleicherweise spotteten aber auch die obersten Priester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten!

32 Der Christus, der König von Israel, steige nun vom Kreuz herab, damit wir sehen und glauben! Auch die, welche mit ihm gekreuzigt wurden, schmähten ihn.

Der Tod Jesu

33 Als aber die sechste Stunde anbrach, kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.

34 Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«[c]

35 Und etliche der Umstehenden, die es hörten, sprachen: Siehe, er ruft den Elia!

36 Einer aber lief und füllte einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: Halt! Lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn herabzunehmen!

37 Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus und verschied.

38 Und der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei.

39 Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüberstand, sah, dass er so schrie und verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!

40 Es sahen aber auch Frauen von ferne zu, unter ihnen waren auch Maria Magdalena und Maria, die Mutter des jüngeren Jakobus und des Joses, sowie Salome,

41 die ihm auch, als er in Galiläa war, nachgefolgt waren und ihm gedient hatten, und viele andere, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.

Die Grablegung Jesu

42 Und als es schon Abend geworden war (es war nämlich Rüsttag, das ist der Tag vor dem Sabbat),

43 da kam Joseph von Arimathia, ein angesehener Ratsherr[d], der selbst auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es, ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu.

44 Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte, und er ließ den Hauptmann herbeirufen und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei.

45 Und als er es von dem Hauptmann erfahren hatte, überließ er dem Joseph den Leib.

46 Da kaufte dieser Leinwand und nahm ihn herab, wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war; und er wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes.

47 Maria Magdalena aber und Maria, die Mutter des Joses, sahen, wo er hingelegt wurde.

Footnotes:

  1. (15,16) Bezeichnung für den Amtssitz des römischen Statthalters.
  2. (15,28) Jes 53,12.
  3. (15,34) Ps 22,2.
  4. (15,43) d.h. Mitglied des jüdischen Hohen Rates.
Schlachter 2000 (SCH2000)

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Psalmen 107 Schlachter 2000 (SCH2000)

Fünftes Buch

Psalm 107

»Dankt dem Herrn, denn er ist gütig[a],
denn seine Gnade währt ewiglich!«

So sollen sagen die Erlösten des Herrn,
die er erlöst hat aus der Hand des Bedrängers

und die er gesammelt hat aus den Ländern,
von Osten und von Westen, von Norden und vom Meer.

Sie irrten umher in der Wüste, auf ödem Weg;
sie fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten.

Hungrig und durstig waren sie,
ihre Seele verschmachtete in ihnen.

Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not,
und er rettete sie aus ihren Ängsten

und führte sie auf den rechten Weg,
dass sie zu einer Stadt gelangten, in der sie wohnen konnten.

Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade
und für seine Wunder an den Menschenkindern!

Denn er hat die durstige Seele getränkt
und die hungrige Seele mit Gutem erfüllt!

10 Die in Finsternis und Todesschatten saßen,
gebunden in Elend und Eisen,

11 weil sie den Worten Gottes widerstrebt
und den Rat des Höchsten verachtet hatten,

12 sodass er ihr Herz durch Unglück beugte —
sie strauchelten, und niemand half ihnen.

13 Da schrien sie zum Herrn in ihrer
Not,
und er rettete sie aus ihren Ängsten.

14 Er führte sie heraus aus Finsternis und Todesschatten
und zerriss ihre Fesseln.

15 Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade
und für seine Wunder an den Menschenkindern.

16 Denn er hat eherne Türen zerbrochen
und eiserne Riegel zerschlagen!

17 Die Toren litten wegen ihres sündigen Wandels[b]
und um ihrer Ungerechtigkeit willen.

18 Ihre Seele verabscheute alle Nahrung,
und sie gelangten bis an die Pforten des Todes.

19 Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not,
und er rettete sie aus ihren Ängsten.

20 Er sandte sein Wort und machte sie gesund
und ließ sie aus ihren Gräbern entkommen.

21 Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade
und für seine Wunder an den Menschenkindern!

22 Sie sollen ihm Dankopfer[c] bringen
und jubelnd seine Taten erzählen!

23 Die in Schiffen sich aufs Meer begaben
und Handel trieben auf großen Wassern,

24 die sahen die Werke des Herrn
und seine Wunder auf hoher See.[d]

25 Er sprach und erregte einen Sturmwind,
der die Wellen in die Höhe warf;

26 sie fuhren empor zum Himmel und hinab zur Tiefe,
und ihre Seele verging vor Angst;

27 sie taumelten und schwankten wie ein Trunkener,
und alle ihre Weisheit war dahin.

28 Da schrien sie zum Herrn
in ihrer Not,
und er führte sie heraus aus ihren Ängsten.

29 Er stillte den Sturm, dass er schwieg
und die Wellen sich beruhigten;

30 und jene freuten sich, dass sie sich legten;
und er führte sie in den ersehnten Hafen.

31 Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade
und für seine Wunder an den Menschenkindern;

32 sie sollen ihn erheben in der Versammlung des Volkes
und ihn rühmen im Rat[e] der Ältesten!

33 Er machte Ströme zur Wüste
und Wasserquellen zu dürstendem Land,

34 fruchtbares Land zur Salzwüste
wegen der Bosheit derer, die es bewohnten.

35 Er machte aber auch die Wüste zum Wasserteich
und dürres Land zu Wasserquellen;

36 und er ließ Hungrige dort siedeln,
und sie gründeten eine Stadt, in der sie wohnen konnten.

37 Und sie säten Äcker an und pflanzten Weinberge,
die reichen Ertrag an Früchten brachten;

38 und er segnete sie, dass sie sich stark mehrten,
und auch ihr Vieh ließ er nicht wenig sein.

39 Dann aber nahmen sie ab und wurden gebeugt
durch Bedrückung, Unglück und Kummer.

40 Auf Fürsten goss er Verachtung aus
und ließ sie umherirren in unwegsamer Öde;

41 den Armen aber hob er aus dem Elend empor
und mehrte sein Geschlecht wie eine Herde.

42 Die Redlichen werden es sehen und sich freuen,
und alle Bosheit wird ihr Maul verschließen!

43 Wer weise ist, wird dies beachten,
und er wird die Gnadenerweise des Herrn verstehen.

Footnotes:

  1. (107,1) od. gut / freundlich (hebr. tov).
  2. (107,17) w. wegen ihres Weges der Übertretung.
  3. (107,22) vgl. 3Mo 7,12.
  4. (107,24) w. in der Tiefe.
  5. (107,32) od. in der Sitzung, dort, wo die Ältesten zusammensitzen und sich beraten; dasselbe Wort wie Ps 1,1: »wo die Spötter sitzen«.
Schlachter 2000 (SCH2000)

Copyright © 2000 by Geneva Bible Society

Micha 7 Schlachter 2000 (SCH2000)

Klage über die Verderbnis im Volk Gottes

Wehe mir, denn es geht mir wie denen, die Obst einsammeln, die bei der Weinernte Nachlese halten: Keine Traube mehr gibt es zu essen, keine Frühfeige, nach der doch meine Seele verlangt!

Der Getreue[a] ist aus dem Land verschwunden, und es ist kein Redlicher mehr unter den Menschen. Sie lauern alle auf Blut, jeder jagt seinen Bruder mit Netzen.

Zum Bösen brauchen sie beide Hände, um es ja recht gut zu machen; der Fürst fordert, und dem Richter ist es um den Lohn zu tun; der Große sagt, wie er es haben will, und danach drehen sie"s!

Der Beste von ihnen ist wie ein Dornstrauch, der Redlichste schlimmer als eine Dornhecke. Doch der Tag, den deine Wächter schauten[b], deine Heimsuchung ist gekommen; da werden sie nicht aus noch ein wissen!

Verlasst euch nicht auf den Nächsten, vertraut dem Verwandten nicht; bewahre die Pforte deines Mundes vor der, die in deinen Armen liegt!

Denn der Sohn verachtet[c] den Vater, die Tochter lehnt sich auf gegen die Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter; die Feinde des Menschen sind seine [eigenen] Hausgenossen!

Die Hoffnung der Gottesfürchtigen auf die Gnade und die Rettung des Herrn

Ich aber will nach dem Herrn ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.

Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Denn wenn ich auch gefallen bin, so stehe ich doch wieder auf; wenn ich auch in der Finsternis sitze, so ist doch der Herr mein Licht.

Den Zorn des Herrn will ich tragen — denn ich habe gegen ihn gesündigt —, bis er meine Sache hinausführt und mir Recht verschafft; er wird mich herausführen ans Licht; ich werde mit Lust seine Gerechtigkeit schauen.

10 Wenn meine Feindin das sieht, wird Schamröte sie bedecken, sie, die zu mir sagt: »Wo ist der Herr, dein Gott?« Meine Augen werden es mit ansehen; nun wird sie zertreten werden wie Kot auf den Gassen.

11 An dem Tag, da man deine Mauern baut, an dem Tag wird deine Grenze weit werden.

12 An jenem Tag wird man zu dir kommen von Assyrien und von den Städten Ägyptens[d] und von Ägypten bis zum [Euphrat-]Strom, von Meer zu Meer und von Berg zu Berg. —

13 Aber das Land wird zur Wüste werden um ihrer Bewohner willen, um der Frucht ihrer Taten willen.

14 Weide dein Volk mit deinem Stab, die Schafe deines Erbteils, die abgesondert wohnen im Wald, mitten auf dem Karmel; lass sie in Baschan und Gilead weiden wie in uralter Zeit!

15 Ich will sie Wunder sehen lassen, wie zu der Zeit, als du aus dem Land Ägypten zogst!

16 Die Heidenvölker werden es sehen und zuschanden werden trotz aller ihrer Macht; sie werden ihre Hand auf den Mund legen, und ihre Ohren werden taub sein.

17 Sie werden Staub lecken wie die Schlange, wie die Kriechtiere der Erde; sie werden zitternd aus ihren Festungen hervorkriechen; angstvoll werden sie zu dem Herrn, unserem Gott, nahen und sich fürchten vor dir.

18 Wer ist ein Gott wie du,[e] der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat?

19 Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen[f]. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!

20 Du wirst Jakob Treue erweisen und an Abraham Gnade[g] üben, wie du unseren Vätern von den Tagen der Vorzeit her geschworen hast.

Footnotes:

  1. (7,2) od. der Fromme hebr. chasid.
  2. (7,4) w. der Tag deiner Wächter.
  3. (7,6) od. verunehrt.
  4. (7,12) w. Mazors (= Unterägypten).
  5. (7,18) Eine Anspielung auf den Namen des Propheten: Micha = »Wer ist wie [der Herr]?«.
  6. (7,19) w. niedertreten.
  7. (7,20) od. Bundestreue / Güte.
Schlachter 2000 (SCH2000)

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