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Sprüche 20Schlachter 1951 (SCH1951)

Warnung vor unordentlichem Wandel

20 Der Wein, das starke Getränk, macht übermütig und wild,
und keiner, der sich damit berauscht, wird weise.
Der König ist zu fürchten wie ein brüllender Löwe;
wer sich seinen Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben.
Abzulassen vom Zank ist für den Mann eine Ehre;
jeder Narr aber kann die Zähne zeigen.
Im Herbst will der Faule nicht pflügen;
begehrt er dann in der Ernte, so ist nichts da!
Tiefes Wasser ist der Rat im Herzen eines Mannes;
ein verständiger Mann aber schöpft es aus.
Viele Menschen werden gnädige Herren genannt;
wer findet aber einen treuen Mann?
Ein Gerechter, der in seiner Unsträflichkeit wandelt, -
wohlgehe es seinen Kindern nach ihm!
Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt,
findet mit seinen Augen jeden Bösen heraus.
Wer kann sagen: Ich habe mein Herz geläutert,
ich bin rein geworden von meiner Sünde?
10 Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß,
die sind beide dem Herrn ein Greuel!
11 Schon ein Knabe gibt durch seine Handlungen zu erkennen,
ob er lauter und redlich werden will.
12 Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge,
die hat beide der Herr gemacht.
13 Liebe den Schlaf nicht, sonst wirst du arm;
tue deine Augen auf, so hast du zu essen genug!
14 „Es ist schlecht, es ist schlecht!“ spricht der, welcher etwas kaufen will;
nimmt er's aber doch, so rühmt er sich hernach.
15 Es gibt Gold und viele Perlen;
aber ein kostbares Geschmeide sind verständige Lippen.
16 Nimm ihm sein Kleid; denn er hat sich für einen Fremden verbürgt;
und statt der Unbekannten pfände ihn aus!
17 Erschwindeltes Brot schmeckt dem Manne süß;
aber hernach wird sein Mund voll Kies.
18 Pläne kommen durch Beratung zustande,
und mit Überlegung führe Krieg!
19 Ein umhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus;
darum, weil er das Maul nicht halten kann, laß dich gar nicht mit ihm ein!
20 Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht,
dessen Leuchte wird erlöschen in der dichtesten Finsternis.
21 Ein Erbe, das man zuerst kaum erwarten mag,
wird schließlich nicht gesegnet sein.
22 Du sollst nicht sagen: „Ich will Böses vergelten!“
Harre des Herrn, der wird dir helfen!
23 Zweierlei Gewicht ist dem Herrn ein Greuel,
und falsche Waage ist nicht gut.
24 Vom Herrn hangen die Schritte des Mannes ab;
was versteht der Mensch von seinem Weg?
25 Es ist dem Menschen ein Fallstrick, überstürzt zu rufen: „Geweiht!“
und erst nach dem Gelübde zu überlegen.
26 Ein weiser König worfelt die Gottlosen
und zerdrischt sie mit dem Rad.
27 Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des Herrn;
sie durchforscht alle Kammern des Leibes.
28 Gnade und Wahrheit werden den König behüten;
durch Gnade befestigt er seinen Thron.
29 Der Jünglinge Zier ist ihre Kraft,
und der Greise Schmuck ist ihr graues Haar.
30 Blutige Striemen reinigen vom Bösen,
und Schläge treffen die Kammern des Leibes.

Schlachter 1951 (SCH1951)

Copyright © 1951 by Geneva Bible Society

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