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Psalmen 87-88 Schlachter 2000 (SCH2000)

Psalm 87

Von den Söhnen Korahs. Ein Psalmlied.

Er hat sie gegründet auf heiligen Bergen;

der Herr liebt die Tore Zions
mehr als alle Wohnungen Jakobs.

Herrliches ist über dich verheißen,
du Stadt Gottes! (Sela.)

Ich nenne Rahab[a] und Babel denen, die mich kennen;
siehe, Philisterland und Tyrus und Kusch[b]:
»Dieser ist dort geboren.«

Aber von Zion wird man sagen:
»Mann für Mann ist in ihr geboren«,
und der Höchste selbst wird sie befestigen.

Der Herr wird zählen, wenn er die Völker verzeichnet:
»Dieser ist dort geboren.« (Sela.)

Und sie singen beim Reigen:
»Alle meine Quellen sind in dir!«

Psalm 88

Ein Psalmlied. Von den Söhnen Korahs. Dem Vorsänger.
Nach Machalat-Leannot
[c]. Ein Maskil Hemans, des Esrachiters.

O Herr, du Gott meines Heils[d],
ich schreie Tag und Nacht vor dir!

Lass mein Gebet vor dich kommen,
neige dein Ohr zu meinem Flehen!

Denn meine Seele ist gesättigt vom Leiden,
und mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Ich werde schon zu denen gerechnet, die in die Grube hinabfahren;
ich bin wie ein Mann, der keine Kraft mehr hat.

Ich liege unter den Toten,
bin den Erschlagenen gleich, die im Grab ruhen,
an die du nicht mehr gedenkst
und die von deiner Hand abgeschnitten sind.

Du hast mich in die unterste Grube gelegt,
in die Finsternis, in die Tiefen.

Auf mir lastet dein Grimm,
und du bedrängst mich mit allen deinen Wogen. (Sela.)

Du hast meine Bekannten von mir entfremdet,
du hast mich ihnen zum Abscheu[e] gemacht;
ich bin eingeschlossen und kann nicht heraus.

10 Mein Auge ist verschmachtet vor Elend;
ich rufe dich, Herr, täglich an,
strecke meine Hände aus nach dir.

11 Wirst du an den Toten Wunder tun,
oder werden die Schatten auferstehen und dich preisen? (Sela.)

12 Wird man im Grab deine Gnade verkündigen,
deine Wahrheit im Abgrund[f]?

13 Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt,
deine Gerechtigkeit im Land der Vergessenheit?

14 Ich aber schreie zu dir, Herr,
und am Morgen kommt dir mein Gebet entgegen.

15 Warum, o Herr, verwirfst du meine Seele,
verbirgst dein Angesicht vor mir?

16 Von Jugend auf bin ich elend und dem Tod nahe,
ich trage deine Schrecken und weiß mir keinen Rat.

17 Deine Zorngerichte ergehen über mich,
deine Schrecknisse vernichten mich.

18 Sie umgeben mich wie Wasser den ganzen Tag,
sie umringen mich allesamt.

19 Freunde und Gefährten hast du von mir weggetan,
meine Vertrauten [in die] Finsternis.[g]

Footnotes:

  1. (87,4) Bezeichnung für Ägypten (Jes 30,7: »Ungetüm« bzw. »Großtuer« = hebr. Rahab; Jes 51,9)
  2. (87,4) vgl. Fn. zu Ps 68,32.
  3. (88,1) machalat = nach einer schwermütigen Melodie zu singen; Leannot = mit gedämpfter Stimme vorzutragen.
  4. (88,2) d.h. du Gott, von dem mein Heil kommt; du Gott, der mich rettet.
  5. (88,9) Andere Übersetzung: Gräuel.
  6. (88,12) od. am Ort des Untergangs; hebr. Abaddon (vgl. Hi 26,6; 28,22; 31,12; Offb 9,11)
  7. (88,19) od. mein Vertrauter ist die Finsternis.
Schlachter 2000 (SCH2000)

Copyright © 2000 by Geneva Bible Society

Römer 13 Schlachter 2000 (SCH2000)

Unterordnung unter die Obrigkeit

13 Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt.

Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.

Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!

Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut.

Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen.

Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind.

So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt.

Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes

Seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.

Denn die [Gebote]: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren« — und welches andere Gebot es noch gibt —, werden zusammengefasst in diesem Wort, nämlich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!«[a]

10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Leben in Wachsamkeit und Reinheit

11 Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden.

12 Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts!

13 Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid;

14 sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!

Footnotes:

  1. (13,9) 2Mo 20,14-17; 3Mo 19,18.
Schlachter 2000 (SCH2000)

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