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Das neue Leben: ein Leben mit dem auferstandenen Christus

Da ihr nun also zusammen mit Christus auferweckt worden seid, sollt ihr euch ganz auf die himmlische Welt ausrichten, in der[a] Christus ´auf dem Ehrenplatz` an Gottes rechter Seite sitzt. Richtet eure Gedanken auf das, was im Himmel ist[b], nicht auf das, was zur irdischen Welt gehört. Denn ihr seid ´dieser Welt gegenüber` gestorben, und euer neues Leben ist ein Leben mit Christus in der Gegenwart Gottes. Jetzt ist dieses Leben den Blicken der Menschen verborgen[c]; doch wenn Christus, euer Leben, in seiner Herrlichkeit erscheint, wird sichtbar werden, dass ihr an seiner Herrlichkeit teilhabt[d].

Als Christ leben: Was keinen Platz mehr hat …

Tötet daher, was in den verschiedenen Bereichen eures Lebens noch zu dieser Welt gehört[e]: sexuelle Unmoral, Schamlosigkeit, ungezügelte Leidenschaft, böses Verlangen und die Habgier (Habgier ist nichts anderes als Götzendienst). Wegen dieser Dinge bricht Gottes Zorn über die herein, die nicht bereit sind, ihm zu gehorchen[f].

Auch ihr habt euch früher so verhalten[g]; euer ganzes Leben wurde von diesen Dingen bestimmt. Doch jetzt legt das alles ab, auch Zorn, Aufbrausen, Bosheit und Verleumdung[h]; kein gemeines[i] Wort darf über eure Lippen kommen. Belügt einander nicht mehr! Ihr habt doch das alte Gewand ausgezogen[j] – den alten Menschen mit seinen Verhaltensweisen – 10 und habt das neue Gewand angezogen – den neuen, von Gott erschaffenen Menschen, der fortwährend erneuert wird, damit ihr ´Gott[k]` immer besser kennen lernt und seinem Bild ähnlich werdet[l].

11 Was diesen neuen Menschen betrifft, spielt es keine Rolle mehr, ob jemand Grieche oder Jude ist, beschnitten oder unbeschnitten, ungebildet oder sogar unzivilisiert[m], Sklave oder freier Bürger. Das Einzige, was zählt, ist Christus; er ist alles in allen.[n]

… und was neu dazu gehört

12 Geschwister, ihr seid von Gott erwählt, ihr gehört zu seinem heiligen Volk, ihr seid von Gott geliebt. Darum kleidet euch nun in tiefes Mitgefühl, in Freundlichkeit[o], Bescheidenheit[p], Rücksichtnahme[q] und Geduld. 13 Geht nachsichtig miteinander um[r] und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Genauso, wie der Herr euch vergeben hat, sollt auch ihr einander vergeben.

14 Vor allem aber bekleidet euch mit der Liebe; sie ist das Band, das euch zu einer vollkommenen Einheit zusammenschließt[s].

15 Der Frieden, der von Christus kommt, regiere euer Herz und alles, was ihr tut! Als Glieder eines Leibes seid ihr dazu berufen, miteinander in diesem Frieden zu leben.[t] Und seid voll Dankbarkeit ´gegenüber Gott`!

16 Lasst die Botschaft von Christus bei euch ihren ganzen Reichtum entfalten[u]. Unterrichtet einander ´in der Lehre Christi` und zeigt einander den rechten Weg; tut es mit der ganzen Weisheit, ´die Gott euch gegeben hat`. Singt Psalmen, Lobgesänge und von Gottes Geist eingegebene Lieder[v]; singt sie dankbar[w] und aus tiefstem Herzen zur Ehre Gottes. 17 Alles, was ihr sagt, und alles, was ihr tut, soll im Namen von Jesus, dem Herrn, geschehen, und dankt dabei Gott, dem Vater, durch ihn.

Das neue Leben und die zwischenmenschlichen Beziehungen

18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter; so ist es für Frauen angemessen, die sich zum Herrn bekennen[x]. 19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und geht nicht rücksichtslos mit ihnen um[y].

20 Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem, denn daran hat der Herr, dem ihr gehört, Freude[z]. 21 Ihr Väter, seid mit euren Kindern nicht übermäßig streng[aa], denn damit erreicht ihr nur, dass sie mutlos werden.

22 Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren. Tut es nicht nur, wenn sie euch beobachten[ab] – als ginge es darum, Menschen zu gefallen. Gehorcht ihnen vielmehr mit aufrichtigem Herzen und aus Ehrfurcht vor dem Herrn. 23 Worin auch immer eure Arbeit besteht – tut sie mit ganzer Hingabe, denn ´letztlich` dient ihr nicht Menschen, sondern dem Herrn. 24 Ihr könnt sicher sein, dass ihr von ihm einen Lohn bekommt – das Erbe, ´das er im Himmel für euch bereithält`. Darum dient ihm[ac], Christus, dem Herrn! 25 Denn auch der, der Unrecht tut, wird einen Lohn empfangen – den Lohn für sein Unrecht. Gott ist ein unbestechlicher Richter.[ad]

Footnotes

  1. Kolosser 3:1 W sollt ihr das suchen, was droben ist, wo.
  2. Kolosser 3:2 W was droben ist.
  3. Kolosser 3:3 W und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
  4. Kolosser 3:4 W doch wenn Christus, euer (aL(2) unser) Leben, offenbart wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit.
  5. Kolosser 3:5 W Tötet daher die Glieder, die auf der Erde sind.
  6. Kolosser 3:6 W kommt Gottes Zorn über die Söhne des Ungehorsams. AL(1) ohne über die Söhne des Ungehorsams.
  7. Kolosser 3:7 Od habt früher zu ihnen (den Ungehorsamen) gezählt.
  8. Kolosser 3:8 Od Beleidigung. Od Gotteslästerung.
  9. Kolosser 3:8 Od obszönes.
  10. Kolosser 3:9 Belügt einander nicht mehr, sondern zieht das alte Gewand aus. Entsprechend dann in Vers 10: und zieht das neue Gewand an.
  11. Kolosser 3:10 Od Christus.
  12. Kolosser 3:10 Vergleiche 1. Mose 1,26.27. Od und dem ähnlich werdet, der Gottes Ebenbild ist, ´Christus`.
  13. Kolosser 3:11 W Barbar oder Skythe. Als Barbaren bezeichneten die Griechen Völker, die nicht unter dem Einfluss der griechischen Kultur standen und daher in ihren Augen ungebildet und unzivilisiert waren. Die Skythen (Nomadenstämme im Nordosten Griechenlands) galten als die Barbaren schlechthin.
  14. Kolosser 3:11 W Da ist nicht Grieche oder Jude … Sklave oder freier Bürger, sondern alles und in allen Christus.
  15. Kolosser 3:12 Od Güte.
  16. Kolosser 3:12 Od Demut.
  17. Kolosser 3:12 Od Nachsicht/Sanftmut.
  18. Kolosser 3:13 W Ertragt einander.
  19. Kolosser 3:14 Od sie ist das vollkommene Band. Od Und darüber (über die anderen Kleidungsstücke) zieht die Liebe an; sie ist das Band, das alles (die neuen Kleidungsstücke) zusammenhält und vervollständigt.
  20. Kolosser 3:15 W Und der Frieden Christi regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib.
  21. Kolosser 3:16 W bei euch in reichem Maß wohnen.
  22. Kolosser 3:16 Od und geistliche Lieder.
  23. Kolosser 3:16 Od singt sie so, wie Gottes Gnade sie (euch) schenkt. Od singt sie, weil Gott euch seine Gnade geschenkt hat. W singt sie mit Dank / aufgrund der Gnade.
  24. Kolosser 3:18 W so ist es im Herrn angemessen.
  25. Kolosser 3:19 Od und seid ihnen gegenüber nicht gereizt.
  26. Kolosser 3:20 W denn das ist wohlgefällig im Herrn.
  27. Kolosser 3:21 W reizt eure Kinder nicht.
  28. Kolosser 3:22 Od nicht, um ihre Aufmerksamkeit auf euch zu ziehen. W nicht mit Augendienerei.
  29. Kolosser 3:24 Od Denn ´in Wirklichkeit` dient ihr ihm. Das griechische Wort für dienen wird auch mit Sklave sein übersetzt.
  30. Kolosser 3:25 W Es gibt kein Ansehen der Person.

Anweisungen für ein Leben unter Gottes Herrschaft (Kapitel 3–4)

Wenn ihr nun mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden seid, dann richtet euch ganz auf Gottes himmlische Welt aus. Seht dahin, wo Christus ist, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite. Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht. Denn für sie seid ihr gestorben, aber Gott hat euch mit Christus zu neuem Leben auferweckt, auch wenn das jetzt noch verborgen ist. Doch wenn Christus, euer Leben, erscheinen wird, dann wird jeder sehen, dass ihr an seiner Herrlichkeit Anteil habt.

Wie Christen leben sollen

Also trennt euch ganz entschieden von einem Lebensstil, wie er für diese Welt kennzeichnend ist! Trennt euch von sexueller Unmoral und Ausschweifungen, von Leidenschaften und Lastern, aber auch von der Habgier, die den Besitz für das Wichtigste hält und ihn zu ihrem Gott macht! Gerade mit einem solchen Verhalten ziehen die Menschen, die Gott nicht gehorchen wollen, seinen Zorn auf sich.

Auch ihr habt früher so gelebt und habt euch von diesen Dingen beherrschen lassen. Aber jetzt ist es Zeit, das alles abzulegen. Lasst euch nicht mehr zum Zorn und zu Wutausbrüchen hinreißen. Schluss mit aller Bosheit! Redet nicht schlecht übereinander und beleidigt niemanden! Hört auf, euch gegenseitig zu belügen. Ihr habt doch euer altes Leben mit allem, was dazugehörte, wie alte Kleider abgelegt. 10 Jetzt habt ihr neue Kleider an, denn ihr seid neue Menschen geworden. Gott ist beständig in euch am Werk, damit ihr immer mehr seinem Ebenbild entsprecht, nach dem er euch geschaffen hat. So habt ihr Gemeinschaft mit Gott und versteht immer besser, was ihm gefällt. 11 Dann ist unwichtig, ob einer Grieche oder Jude ist, beschnitten oder unbeschnitten, ob er aus einem anderen Kulturkreis oder aus einem Nomadenvolk stammt, ob er ein Sklave oder Herr ist. Wichtig ist einzig und allein Christus, der in allen lebt.

12 Ihr seid von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder, die zu ihm gehören. Darum soll jetzt herzliches Mitgefühl euer Leben bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld. 13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn jemand euch Unrecht getan hat. Denn auch Christus hat euch vergeben. 14 Wichtiger als alles andere ist die Liebe. Wenn ihr sie habt, wird euch nichts fehlen. Sie ist das Band, das euch verbindet. 15 Und der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Gott hat euch dazu berufen, in Frieden miteinander zu leben; ihr gehört ja alle zu dem einen Leib von Christus. Dankt Gott dafür!

16 Lasst die Botschaft von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. Unterweist und ermahnt euch gegenseitig mit aller Weisheit und dankt Gott von ganzem Herzen mit Psalmen, Lobgesängen und Liedern, die euch Gottes Geist schenkt. Ihr habt doch Gottes Gnade erfahren! 17 All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.

Das Zusammenleben in Ehe und Familie

18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter. So erwartet es Christus, der Herr, von euch, mit dem ihr verbunden seid. 19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und kränkt sie nicht. 20 Ihr Kinder, seid euren Eltern in allen Dingen gehorsam; denn so ist es richtig, da ihr ja zum Herrn gehört. 21 Ihr Väter, behandelt eure Kinder nicht zu streng, damit sie nicht ängstlich und mutlos werden.

Der Umgang zwischen Sklaven und ihren Herren

22 Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren! Tut dies nicht nur, wenn sie euch dabei beobachten und ihr von ihnen anerkannt werden wollt. Verrichtet eure Arbeit aufrichtig und in Ehrfurcht vor Christus, dem Herrn im Himmel. 23 Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. 24 Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr! 25 Wer allerdings Unrecht tut, wird auch dafür den entsprechenden Lohn bekommen. Gott beurteilt alle Menschen gleich, egal welches Ansehen sie genießen.

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